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In der Regel ist es nicht besonders schwierig einen Gas-, Wasser- oder auch Stromzähler zu finden.
Meist sind diese in einem Zählerkasten an der Wand im Keller oder Flur oder im Heizungsraum untergebracht. Jedenfalls so, dass man sie schnell findet und sie gut ablesbar sind. Meistens jedenfalls.

In einer Zwangsverwaltungssache welche wir bereits seit November 2012 als Zwangsverwalter betreuen, konnte jedoch der Gaszähler bisher trotz mehrfacher Suche nicht gefunden werden. Der Zählerstand wurde zu Beginn der Zwangsverwaltung durch die Stadtwerke abgelesen, allerdings wusste auch dort wenige Wochen später niemand mehr, wo der Zähler genau verbaut ist.

Auch der Schuldner war in dieser Angelegenheit keine große Hilfe, da er schlichtweg jegliche Kooperation ablehnte und seit Beginn der Zwangsverwaltung die Ansicht vertritt, ihm wäre alles egal und er müsse sich um nichts mehr kümmern.

Am vergangenen Freitag dann wurde ein neuer, dritter Versuch gestartet um den Zähler endlich zu finden.

Wir gingen die Sache nun systematisch an und begannen die Suche im Heizungsraum unmittelbar an der Heizung. Problematisch war jedoch, dass irgendjemand die gelbe Ummantelung der Gasleitung entfernt hatte und sie sich so rein äußerlich nur schwer von den übrigen Kupferleitungen unterscheiden ließ. Zudem war der Heizungsraum von den Mietern komplett zugestellt, so dass dieser erst einmal etwas frei geräumt werden musste, um dem Leitungsverlauf weiter folgen zu können.
Die Leitung ging durch die Wand in eine kleine Abstellkammer in der einer der Mieter sämtlichen Dinge lagert, die er nicht in seiner Wohnung aufbewahren will oder kann. Ordentlich ist jedenfalls der falsche Ausdruck für den dortigen Zustand. Auch hier musste also zunächst etwas Platz geschaffen werden um überhaupt die Leitung im hinteren Bereich der Kammer, direkt unterhalb der Treppe, erkennen zu können.
Von dort aus ging die Leitung unter der Holztreppe weiter und musste dann irgendwo in der Nähe einer Außentreppe wieder heraus kommen.

Auch hier bestand jedoch das Problem, dass der Platz unterhalb der Treppe komplett zugemüllt war. Die Leitung war somit weder auf den ersten Blick zu erkennen noch war sie frei zugänglich. Wir mussten daher zunächst einmal einigen Müll zur Seite räumen, ehe wir über das Treppengeländer steigen konnten und uns dann unter die Treppe hangeln konnten.
Dort war sie dann auch, die nun auch wieder gelb ummantelte Gasleitung.
Augenscheinlich führte die Leitung dann weiter in eine Art Garage oder Abstellraum. Dieser war, abgesehen von einigen Möbelstücken, die beiseite gerückt werden mussten, frei zugänglich.
Allerdings fand sich hier keine Leitung. Nirgendwo. Es gab schlicht und einfach keinen Durchbruch durch die Wand o.ä. durch den die Leitung hätte kommen können. Wir befanden uns auf unserer Suche also in einer Sackgasse.

Zurück am Ausgangsort, unter der Treppe musste dann erst einmal weiterer Unrat zur Seite geschafft werden um dann festzustellen, dass die Leitung einen Knick in Richtung Straße machte um dann ca. einen Meter weiter doch in Richtung der Garage abzubiegen.

Von der Garage aus konnte man durch ein Fenster sehen, dass sich der Raum oberhalb der Straße befindet. Es musste sich somit um eine zweigeschossige Garage bzw. Abstellraum handeln. Also konnte die Leitung eigentlich nur dort unten sein. Also den ganzen Weg wieder zurückgeklettert um dann festzustellen, dass der Raum von der Straße ohne Kletterei oder sonstigen Aufwand zu erreichen gewesen wäre. Allerdings war dieser Raum schon immer verschlossen gewesen und angeblich hatte auch der Schuldner hierzu keinen Schlüssel. Aber der Zähler konnte einfach nur noch dort sein. Alle anderen Möglichkeiten hatten sich als falsch erwiesen, somit konnte er nur noch dort sein.

Da sich die Türe nicht öffnen ließ, wurde ein ortsansässiger Schlosser zur Hilfe geholt um das Schloss zu knacken.
Zum Glück hatte dieser spontan Zeit und konnte so die Türe öffnen und tatsächlich, hinter schätzungsweise ca. 50 Säcken mit Wertstoffmüll sowie diverser Säcke gebrauchter Windeln war er dann, der lang gesuchte Gaszähler.

Man sollte es eigentlich nicht glauben, aber die Suche nach diesem bl..en Gaszähler hat uns insgesamt bestimmt 1,5 Stunden auf Trab gehalten. Dafür kennen wir das Haus jetzt aber auch bis in die letzte Ritze.


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